Federmäppchen

Federmäppchen

Wenn geschrieben und gemalt wird in der Schule, hat Euer Kind alles Nötige dazu in seinem Federmäppchen dabei.

Weniger ist mehr beim Federmäppchen

Ein allzu großes Federmäppchen hat viele Nachteile. Zum einen müsst Ihr gerade am Beginn der Grundschulzeit darauf achten, dass der Schulranzen oder Schulrucksack für den kleinen ABC-Schützen so leicht wie möglich ist – eine befüllte Federtasche in drei Etagen ist einfach zu schwer und nimmt darüber hinaus im Ranzen zu viel Platz weg. Außerdem sollte Euer Kind mit einem einzigen Handgriff finden, was es sucht. Eine Federmappe mit mehreren Etagen bindet zu viel Aufmerksamkeit: Der Unterricht ist schon ganz woanders, wenn sozusagen stockwerkweise Reißverschlüsse aufgezogen werden müssen, um einen bestimmten Buntstift aufzustöbern. Das lässt sich mit der Wahl des richtigen Federmäppchens leicht vermeiden. Ideal ist eine Federtasche mit nur einem Reißverschluss. Damit darin Buntstifte und Filzstifte Platz finden, kann ja ein Bereich zum Ausklappen dabei sein; so finden genügend, aber nicht zu viele Schreibutensilien in der Federmappe Platz. Beim Kauf eines passenden Schüleretuis gibt es daher Einiges zu beachten, damit es im Schulalltag eine Hilfe ist.

Das Innenleben einer guten Federmappe

Gummizüge halten Stifte, Radiergummi, Spitzer und Lineal im Mäppchen sicher an ihrem Platz, auch wenn Euer Kind den Ranzen bisweilen ordentlich durchschüttelt. Bunt- und Bleistifte sind durch die Gummibänder so gelagert, dass sie nicht schnell abbrechen. Ein kleines Portemonnaie im Federmäppchen ist ebenfalls empfehlenswert. Es wird immer einmal wieder in der Schule dazu kommen, dass Geld eingesammelt wird, deshalb braucht euer Kind einen sicheren Platz, wo es das transportieren kann.

Zum Thema Reißverschlüsse

An einem einzigen Schultag kann es dazu kommen, dass ein Federmäppchen 10 oder 20 Mal geöffnet und wieder geschlossen wird. Stellt euch einfach euer Kind vor: Beginn der Stunde, dann etwas malen, Sachen wegpacken, damit nichts ablenkt, anschließend etwas schreiben. Und wieder wird eine gute Lehrkraft dazu auffordern, die Federmappe zu schließen. Erneut alles zusammenpacken und ab in den Schulranzen beim Umzug in den Fachraum für Musik, wo das Ganze von neuem beginnt. So ein Reißverschluss an einem Schüleretui leistet Schwerstarbeit, bis endlich die Hausaufgaben fertig sind! Deshalb ist es wichtig, dass Ihr auf ein Federmäppchen setzt, bei dem der Schiebergriff – also, das Ding, wo euer Kind anfasst, um den Zipper zu betätigen – sich gut greifen lässt. Schiebergriffe aus Stoff sind da am besten geeignet. Die Qualität des Reißverschlusses insgesamt wird wahrscheinlich darüber entscheiden, wie lang das Federmäppchen den strapaziösen Schulalltag überlebt.

Den Federmappen-TÜV einführen

Die meisten Erstklässler gehen mit Schultüte und Feuereifer in die Schule – das liegt oft daran, dass sie ihre neue Grundausstattung lieben. Gerne sortieren sie schon Monate vor der Schule Stifte im Mäppchen, räumen dieses aus und befüllen es erneut mit Freude. Um den Elan und die Ordnung der ersten Zeit zu erhalten, ohne ständig neu einkaufen gehen zu müssen, könnt Ihr etwas tun: Zu Beginn des neuen Schuljahres sollte beispielsweise der "Federmappen-TÜV" kommen. Das heißt: Schaut Euch mit Eurem Kind die Federtasche und ihren Inhalt kritisch an. Macht gemeinsam eine Runderneuerung, in dem Ihr neue Stifte kauft. Macht einen "Hausputz"; das Mäppchen einmal trocken ausbürsten kann Wunder wirken. Federmäppchen aus Nylon kann man außerdem gut mit einem feuchten Tuch und etwas Seifenwasser auffrischen. Wenn der Werkzeugkasten für die Schule dann wieder fast wie neu aussieht, motiviert das viele Kinder enorm. So ist die Federtasche optimal befüllt und kann gute Dienste leisten. Zudem bleibt die coole Federtasche, die oft mit Begeisterung ausgesucht wurde, lange schön.

Wenn Kinder keine Grundschüler mehr sind

Während der Grundschulzeit ist mit Sicherheit eine klassische Federmappe genau das Richtige für alle Kinder. Aber in der weiterführenden Schule mag sehr schnell eine schöne Federtasche, die auch ein Erstklässler benutzen würde, peinlich wirken. Wenn Euer Kind plötzlich ein Schlampermäppchen verlangt, ist es so weit: Die Hormone fangen an zu wirken und die Pubertät beginnt. Das coole Schlampermäppchen wird von den meisten älteren Schülern eher bevorzugt als eine Federmappe – vielleicht, weil es funktioniert wie neuerdings ihr Zimmer daheim: aufmachen, alles unsortiert hineinpfeffern, was einem gehört, zumachen… Es gibt wirklich schöne Faulenzermäppchen: als Schlamperrolle in eher rundlicher Form oder als Schlamperbox. Und auch wenn Bezeichnungen wie Schlampermappe oder Faulenzermäppchen nicht wirklich schmeichelhaft sind: Wenn Euer Kind sich solch ein Federmäppchen wünscht, dann macht es gerade einen Schritt nach vorn - weiter in Richtung Erwachsenwerden. Das ist positiv!


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