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Inga

Welche ist die richtige Kita für Euer Kind?

Kita ist nicht gleich Kita! So unterschiedlich wie unsere Kids sind auch die pädagogischen Konzepte der Kindergärten oder Kitas. Die wichtigsten – neben dem Regelkindergarten – möchten wir Euch hier vorstellen.

"Jeder hat einmal klein angefangen; ich zum Beispiel als Baby." Heinz Erhardt Nicht  alle von uns haben als Kleinkinder einen Regelkindergarten besucht. Unser Kollege Daniel zum Beispiel erinnert sich noch gut an seine Zeit in der Waldorf-Kita: Jeden Tag wurde draußen gespielt, es gab super gesundes Essen, das Spielzeug war aus Naturmaterialien wie Wolle oder Holz hergestellt und Kreativität wurde groß geschrieben.

Der Waldorf-Kindergarten nach Rudolf Steiner

Dieses Konzept sollte von Euch und Euren Erziehungszielen mitgetragen werden – dies ist ein wichtiger Bestandteil der anthroposophischen Idee. Der Erzieher oder der Erwachsene dient als Vorbild für das Kind. Das Hauptanliegen der Waldorf-Pädagogik ist eine ganzheitliche und individuelle Entwicklung Eurer Kids zu fördern, wobei das Handeln und die Sinne im Vordergrund stehen. Besonders „zweckfreie“ Naturmaterialien sollen spielerisch zum Einsatz kommen und alltägliche Situationen nachgespielt werden, wie beispielsweise ein Besuch beim Kinderarzt.

Die Pädagogik nach Maria Montessori

Habt Ihr schon einmal einen Montessori-Kindergarten besucht? Das erste, was Euch auffallen wird, ist die ungewöhnliche Stille! Den Kids werden ca. 1 qm große „Matten“ zur Verfügung gestellt, auf denen sie ihre „eigene Welt“ gestalten können. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist kurzgefasst das Motto der Montessori-Pädagogik. Das Kind soll die Welt in größtmöglicher Freiheit erkunden und selbst bestimmen, wie lange und vor allem womit es sich beschäftigt. So lernen sie auch bei ganz alltäglichen Dingen wie den Tisch decken oder das Zimmer aufräumen Entscheidungen zu treffen, selbstständig zu denken und zu handeln. Den Kids werden ganz spezielle Materialien bereitgestellt, die entweder einen Bewegungsanreiz bieten oder zum Experimentieren anregen. Als „Hauptakteur“ ihres Lernweges bestimmen Eure Kinder selbst und lernen so, Schwierigkeiten eigenhändig zu überwinden und die eigene Persönlichkeit eigenverantwortlich auszubilden. Deshalb gibt es in der Montessori-Pädagogik auch keinen vorgegebenen Entwicklungs- und Lernplan, man orientiert sich allein an den individuellen Bedürfnissen und Interessen des Kindes.

Der Reggio-Kindergarten

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Wer italienische Städte liebt, wird sich einem Reggio-Kindergarten sofort wohl fühlen, denn diese sind wie eine italienische Stadt aufgebaut. Für die „Reggianer“ gilt der Raum als „dritter Erzieher“, die „Piazza“ ist der zentrale Treffunkt für Eure Kids, von ihm gehen Werkstätten, Rückzugs- und Denkecken, Bewegungsräume und Ateliers ab. So können sich die Kids aktiv mit sich selbst und ihrer Umwelt beschäftigen. Im Vordergrund stehen dabei die täglichen Erfahrungen der kleinen Entdecker, die in Projekten aufgearbeitet werden.

Der Waldkindergarten

Eure Kinder sind Naturliebhaber? Perfekt! Raus in den Wald – egal bei welchem Wetter, lautet der Grundsatz des Waldkindergartens. Gespielt wird mit allem, was die Natur quer durch die Jahreszeiten zu bieten hat, wie Stöcke, Moos, Matsch, Blätter und Steine. Bei ganz extremen Wetterbedingungen steht den Kids eine Hütte oder ein Bauwagen zum Rückzug zur Verfügung, das mitgebrachte Butterbrot wird bei schönem Wetter auch gerne im Freien verspeist. Regenfeste Kleidung und ein gut sitzender Rucksack sind die wichtigsten Utensilien der „Wald-Kids“.

Der Freinet-Kindergarten

Dieser pädagogische Ansatz des französischen Dorfschullehrers Freinet ähnelt dem von Maria Montessori. Allerdings übernehmen hier die Kinder nicht nur vollständig die Regie über die eigene Entwicklung, sondern finden ihre eigenen Stärken in pädagogisch nicht aufbereiteten Situationen heraus. Der typische Tagesablauf in einem Freinet Kindergarten sieht so aus, dass die Kids und die Erzieher am Morgen auf eine Karte schreiben oder malen, worauf sie in dem Moment Lust haben. Dann wird anhand der Vorschläge gemeinsam besprochen, wie der Tagesablauf aussehen soll. So sind die Kids (auch wenn ihre Tagesidee vielleicht nicht umgesetzt wird) aktiv an der Gestaltung des Kindergarten-Alltags beteiligt. Vertrauen wird hier groß geschrieben: Die Kleinen dürfen beispielsweise eigenverantwortlich die Werkstätten in den Kindergärten und Kitas leiten. Das sind nur einige mögliche Kindergarten- und Kitakonzepte – welches für Euer Kind das richtige ist, könnt Ihr bestimmt bei einem „Tag der offenen Tür“, den viele Kitas und Kindergärten anbieten, gemeinsam mit Eurem Sprössling herausfinden!

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Norah
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