Brustbeutel

Brustbeutel

Schulkind sein, das bedeutet unter anderem selbständig werden und Verantwortung übernehmen – auch über Taschengeld und kleine Wertsachen. Deshalb gehört zur Grundausrüstung eines Schulkindes ein Brustbeutel.

Warum ein Brustbeutel und kein Portemonnaie?

Natürlich könnten Kinder auch ein Portemonnaie mitnehmen, wenn sie zur Schule gehen. Aber wie schnell ginge das wohl verloren? Was ist, wenn Euer Kind auf dem Schulweg eine ganze Strecke weit rennt oder auf dem Schulhof klettert oder herumtobt? Anschließend geht es in den Klassenraum, wo zwar Stillsitzen erwünscht, aber so fruchtbar schwer ist. Bei ganz vielen Gelegenheiten bewegen sich Kinder so, dass eine Geldbörse einfach aus der Hosentasche rutschen kann. In der Jackentasche wird sie schnell vergessen – und die Garderobe befindet sich auf dem Flur, wo ein Portemonnaie schnell verschwinden kann. Der Brustbeutel ist mit seinem Trageband um den Nacken getragen dagegen sicher unter der Kleidung aufgehoben. Mit einem Griff kann Euer Kind den Brustbeutel hervorziehen. Bei einem gut organisierten Modell lässt sich das herausnehmen, was man braucht, ohne dass man den Brustbeutel deshalb ablegen müsste. Danach: einfach wegstecken und bis das Kind den Beutel wieder braucht, kann es ihn getrost vergessen. Der Brustbeutel benötigt keine Aufmerksamkeit und ist trotzdem bestens aufgehoben. So muss das für Kinder sein. Dann ist Verantwortung auch nicht belastend.

Sicherheit kommt zuerst

Ein Brustbeutel ist sozusagen die erste Brieftasche. Indem du deinem Kind einen Brustbeutel gibst, schenkst du ihm auch Anerkennung. Da sind immerhin wichtige Sachen drin: Taschengeld, vielleicht ein paar Lieblingssticker oder der Büchereiausweis. Bei Fahrschülern befindet sich die Busfahrkarte im Brustbeutel – die ist wirklich wertvoll! In jedem Fall ist der Besitz eines eigenen Brustbeutels ein wichtiger Schritt in Richtung Erwachsenwerden. Ein guter Brustbeutel ist so organisiert, dass Kinder ihn leicht und sicher handhaben können. Erklärt Eurem Sohn oder Eurer Tochter, dass Geld immer in das Reißverschlussfach gehört. Außerdem solltet ihr darüber sprechen, warum es keine gute Idee ist, größere Geldbeträge bei sich zu tragen, solange man zur Grundschule geht. Das ist überhaupt ein sensibles Thema: einem Kind sollte erklärt werden, dass sein Besitz, sein Geld durchaus die Begehrlichkeiten anderer wecken kann – aber bitte nicht gleich den Teufel an die Wand malen. In diesem Fall einfach auf Euer Bauchgefühl hören: Wie viel Information könnt Ihr Eurem Kind zumuten, ohne es zu verängstigen? Zu solch einem Gespräch gehört auch, dass Ihr Euch darüber unterhaltet, dass auch der schönste Brustbeutel besser nicht zu offen getragen werden sollte und die Kinder lernen so auch direkt noch etwas: diskret mit manchen Dingen umzugehen. Darüber hinaus sollte in einem Brustbeutel für alle Fälle deutlich und gut lesbar der Name Eures Kindes und seine Adresse notiert sein; so besteht immerhin die Chance, dass ein verlorener Brustbeutel doch den Weg zurück zu seinem Besitzer findet. Außerdem ist es wichtig, dass für den Notfall Handynummern von Euch und anderen wichtigen Bezugspersonen in dem Brustbeutel zu finden sind – es muss ja gar nichts Schlimmes passieren, aber es kann immer nützlich sein, wenn bei Bedarf die Bezugspersonen schnell und unkompliziert erreichbar sind.

Ausstattungsmerkmale eines Brustbeutel

Der Brustbeutel sollte - wie alles in der Grundschulausstattung - mehrere, aber nicht verwirrend viele Fächer besitzen. Ein Sichtfenster ist praktisch, wenn Euer Kind in der Bücherei oder beim Busfahren einen Ausweis vorzeigen muss. Ein Reißverschlussfach verwahrt auch kleine Münzen sicher. Die meisten Kinder mögen es, wenn ihre Sachen im Design aufeinander abgestimmt sind und zusammen passen, wie: Ranzen, Sportbeutel, Federtasche und eben auch der Brustbeutel.


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